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Walken oder Joggen im Winter

13. Dezember 2012
Was gilt es beim Walken oder Joggen im Winter zu beachten?

a) Auch wenn es zu Hause viel gemütlicher ist, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehr. Ausserdem sorgt es für Entspannung, Stressabbau und Glücksgefühle. Bei niedrigen Temperaturen bieten sich kürzere Strecken, dafür aber häufigeres Laufen oder Walken an. Gutes Aufwärmen ist besonders wichtig. Das können Sie auch schon vorher in der Wohnung erledigen. Selbstverständlich sollte man gänzlich auf das Walken oder Joggen bei spiegelglatten Wegen verzichten. Ausnahme: Bei sehr trockener, kalter Luft sollten Asthmatiker keine Ausdauersportarten im Freien ausüben.

b) Bester Schutz

Handschuhe, sowie eine atmungsaktive Kopfbedeckung, gehört unbedingt zur Joggingausstattung im Winter dazu, denn über die Hände und den Kopf verliert der Mensch bis zu 40 Prozent der Körperwärme. So reduziert sich auch die Erkältungsgefahr. Bei hartem Boden empfiehlt sich ein leicht gedämpftesSchuhmaterial. Gegebenenfalls sollte man auf spezielle Winterschuhe mit einem vernünftigen Profil umsteigen.

c) Beste Luft

Von größter Bedeutung ist gerade im Winter die richtige Atmung. Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund. So wird die Luft besser erwärmt. Zu viel kalte Luft kann die Bronchien leicht reizen und so schneller zu einem Infekt führen. Ein dünner Schal oder ein Buff verhindert oft schon Halsschmerzen oder Heiserkeit.


d) Beste Sicht

Bei Schnee ist ein gut sitzende Sonnenbrille ein muss. Ausserdem verhindert sie bei kaltem Wind,dass das Joggen oder Walken für die Augen zu einer tränenreichen Angelegenheit wird. Selbstverständlich sind im Dunkeln Kleidung mit Reflektoren sinnvoll, auch eine Stirnlampe kann sehr hilfreich sein. Am Besten sind jedoch gut beleuchtete Wege.


e) Beste Verpackung

Die Kleidung sollte atmungsaktiv, winddicht und zumindest regenabweisend sein. Hier kommt auch das Zwiebelprinzip zum tragen. T-Shirts und andere Kleidung aus Baumwolle sind weniger gut geeignet, da sie den Schweiß speichern und man so extrem schnell auskühlt. Aber Achtung packen sie sich auch nicht zu dick ein. Wenn einem in den ersten Minuten noch ein wenig frisch ist, dann ist das genau richtig.


f) Bester Schluck

Auch im Winter sollten sie das Trinken vor und nach dem Sport nicht vergessen. Das Durstgefühl ist im Winter nicht so stark und man glaubt vielleicht weniger zu schwitzen. Doch der Körper braucht genügend Flüssigkeit.
Hier spielt auch die trockene Heizungsluft in den Wohnungen eine große Rolle.

f) Bester Abschluss

Dehnübungen nach dem Sport sollten nach drinnen verlegt werden um ein extremes Auskühlen zu verhindern. Die Kleidung sollte sofort in Trockene gewechselt werden. Eine warme Dusche bzw. ein Bad sorgt für Entspannung und lockert die Muskeln.





Kalzium lindert Allergie

15. Mai 2010
Kalzium kann Juckreiz und anderen Allergieerscheinungen vorbeugen. Wer etwa stark auf bestimmte Pollen reagiert, sollte vor seiner Hauptleidenszeit mit Milch oder Hartkäse seine "Kalziumdepots" auffüllen. Auch bei starker Sonnenallergie lassen sich Beschwerden durch ausreichende Kalziumzufuhr lindern. Wer in dieser Zeit und vorbereitend verstärkt zu kalziumhaltigen Lebensmitteln greift, kann sich schützen. Denn Kalzium trägt dazu bei, dass weniger Histamine ausgeschüttet werden. Das verringert dann Juckreiz und verhindert die Bildung von Hautquaddeln. (Aus www.internisten-im-netz.de 05/2010)



Schlafstörungen


Bis zu 30% der Erwachsenen leiden an Einschlaf- oder Durchschlafstörungen. Viele behandelbare Ursachen können mithilfe von Schlafanamnese und einigen Untersuchungen identifiziert werden. Eine adäquate frühzeitige Intervention kann die Chronifizierung der sogenannten Insomnie verhindern.
Viele Schlafstörungen können aber allein durch bestimmte Schlafhygiene Massnahmen verbessert oder sogar geheilt werden.
Hier einige Tipps zur Schlafhygiene.

Allgemein

-Regelmäßig schlafen und die Zeit des Zubettgehens nicht stark variieren (+-1h)

-Tagsüber nicht schlafen (Ausnahme z.B. für ältere Menschen: kurzer Mittagsschlaf)

-Morgens immer zur gleichen Zeit aufstehen (Wecker stellen) unabhängig von der Dauer des Nachtschlafs, auch am Wochenende

-Nur bei ausgeprägter Müdigkeit ins Bett gehen

-Nicht lesen, fernsehen, essen, Computer spielen o.a. im Bett (Das Bett ist nur zum Schlafen und für sexuelle Aktivitäten da.)

-Nachts nicht auf die Uhr schauen

Schlafrestriktion

-Bei langen Bettzeiten und geringer Schlafdauer die Bettzeit insgesamt verkürzen

-Keine langen Wachphasen im Bett: Wenn das Einschlafen nicht gelingt und bei längeren Wachphasen (subjektiv ohne Uhr ca. 15 min. ) das Bett verlassen und einer angenehmen Tätigkeit nachgehen. Erst bei Müdigkeit wieder ins Bett zurückkehren. Diesen Schritt gegebenenfalls mehrmals wiederholen.

Schlafumgebung

-Kissen und Matratze müssen komfortabel sein

-Die subjektiv angenehme Zimmertemperatur ist variabel. Ideal sind ca. 16-20 Grad C

-Man gewöhnt sich an Lärm, sofern er nicht zu laut ist. Größere Lärmschwankungen sollten vermieden werden.

Regelmäßige körperliche Betätigung

-Am besten am Nachmittag oder am frühen Abend

-Allmähliche Verringerung geistiger und körperlicher Aktivität vor dem Zubettgehen

-Hohe körperliche Aktivität kurz vor dem Zubettgehen vermeiden

Ernährung

-Leichtes Abendessen

-Mäßiger Flüßigkeitskonsum

-Alkohol und Koffein am Abend vermeiden




Winter

13. Januar 2010
In der Kälte nicht körperlich anstrengen

Das kalte Winterwetter ist für Herzkranke oft eine zusätzliche Belastung. Sie sollten daher auf körperlich stark anstrengende Tätigkeiten wie Schneeschippen verzichten, rät die deutsche Herzstiftung Frankfurt.Wer sich bei großer Kälte übernimmt, riskiere im Extremfall einen Herzinfarkt oder den plötzlichen Herztod. Bemerkten Herzpatienten, dass sie empfindlicher als sonst auf Kälte reagieren, sollten sie das schnell mit ihrem Arzt besprechen. Dieser könne die Behandlung anpassen, um einer sich verschlimmernden Angina pectoris vorzubeugen.
Auch wer bislang keine Herzbeschwerden hatte und bei Kälte plötzlich Schmerzen, einen Druck oder Brennen im Brustkorb verspürt, sollte direkt zum Arzt gehen.

Warmer Kopf wehrt Infektionen ab

Mützen und andere Kopfbedeckungen schützen vor Infektionen der Atemwege. Bei Minusgraden kann der Kopf schnell auskühlen, eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung oder eine Bronchitis kann die Folge sein. Besonders Patienten mit wiederholten Problemen in dem Bereich sollten sich warm einpacken, um eine Infektion zu vermeiden.
Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße und der Blutfluss verlangsamt. Die Schleimhäute unserer Atemwege und der Ohren sind dann schlechter durchblutet und verfügen entsprechend über weniger Abwehrstoffe. So können Bakterien und Viren leichter in den Körper eindringen und zu Entzündungsreaktionen führen. Das Immunsystem lässt sich mit ausgewogener, fettarmer Ernährung, ausreichend Bewegung und viel Schlaf fit halten.




Histaminintoleranz

07. Juni 2008
Kopf- und Bauchweh durch das Essen?

Jahrelang haben sie immer wieder Kopfschmerzen oder unerklärliche Bauchschmerzen. Sie haben schon viele Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen, es wurde nichts gefunden, was die Beschwerden hätte erklären können. Auch Untersuchungen auf Nahrungsmittelallergien waren Fehlanzeige. Fast wären sie auf die Psycho-Schiene abgeschoben worden.

Manchen dieser Menschen kann jedoch weitergeholfen werden, wenn man an Unverträglichkeit für Histamin, die Histamin-Intoleranz, denkt.


Etwa ein Prozent der Bevölkerung dürfte, Schätzungen zu Folge, an einer Histamin-Intoleranz leiden. Davon sind vier Fünftel Frauen. Typischer Weise beginnen die Beschwerden im Altern zwischen 35 und 45 Jahren.

Das Beschwerdebild ist vielschichtig und wenig charakteristisch.

Müssen Sie sich regelmäßig beim Essen schnäuzen? Das kann ein Hinweis auf eine Histamin-Intoleranz sein. Ebenso ein plötzlich auftretendes Herzrasen bei herzgesunden jungen Frauen. Oder Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall. Ein buntes Bild. Symptome, die natürlich auf vieles Anderes hindeuten können.

Typischer Weise haben Menschen mit Histamin-Intoleranz einen niedrigen Blutdruck.

Zu den durch Histamin-Intoleranz bedingten Beschwerden gehören:

- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blähungen
- Durchfall
- Verstopfte Nase
- Laufende Nase
- Herzrhythmus-Störungen (meist Herzrasen)
- Asthma-Anfälle
- Bauchkrämpfe



Histamin ist ein "biogenes Amin". Es stimuliert zum Beispiel die Ausschüttung von Magensaft oder es erweitert die Gefäße, was die Basis für den "Histamin-Kopfschmerz" ist. Allergiker kennen die Histamin-Wirkung häufig aus eigener Anschauung: bei Kontakt mit Allergenen setzt der Körper aus den Mastzellen oder aus weißen Blutkörperchen Histamin frei, was die typischen harmlosen, aber auch die gefährlichen allergischen Reaktionen auslöst: zum Beispiel Schleimhautschwellung, vermehrte Sekretion, Asthma, Blutdruckabfall, Schock.

Histamin kann aber auch durch Medikamente und Nahrungsmittel freigesetzt werden. Unwirksam gemacht wird Histamin unter anderem durch das Enzym Diaminooxidase (DAO), das für das mit der Nahrung aufgenommenen Histamin der wichtigste Abbau-Mechanismus ist.

Bei der Histamin-Intoleranz kommen Histaminaufnahme und Histaminabbau aus dem Gleichgewicht, so dass ein Überschuss an Histamin resultiert. Das kommt durch eine verminderte Aktivität oder durch einen Mangel an DAO. Dies kann auch dadurch hervorgerufen werden, dass das Enzymsystem extrem beansprucht wird.

Wie kann das geschehen? Dadurch, dass Betroffene über längere Zeit hohe Mengen an Histamin aufnehmen, histaminfreisetzende Medikamente nehmen oder Medikamente, die die Wirksamkeit der DAO behindern.

Wenn die DAO "schlapp macht", kommt es bei Belastung mit Histamin oder anderen biogenen Aminen zu den geschilderten Symptomen.

Ein hoher Histamingehalt findet sich häufig bei Lebensmitteln mit biologischer Reifung oder einer bakteriellen Gärung. Je länger diese Prozesse dauern, desto höher ist der Gehalt an biogenen Aminen.

Lebensmittel mit hohem Anteil an Histamin bzw. biogenen Aminen sind:

- Rotwein
- Hartkäse
- Dauerwürste (z. B. Salami)
- Fische mit rotem Fleisch (z. B. Thunfisch, Makrele)
- nicht mehr frische Fische
- Tomaten (Ketchup nicht vergessen)
- Sauerkraut
- Spinat
- Schokolade, Kakao
- Nüsse
- Zitrusfrüchte
- Erdbeeren



Spitzenreiter beim Histamingehalt ist - je nach Sorte - der Rotwein. Kopfschmerzen nach Rotwein-Genuss müssen also nichts mit der Qualität des Weines ("Chateau Migraine") zu tun haben, sondern können histaminbedingt sein. Zumal, wenn er zu lange gereiftem Hartkäse, oder zu Pizza mit Tomaten, Käse und Salami getrunken wurde.

Was tun beim Verdacht auf eine Histamin-Intoleranz?
Aus einer Blutprobe wird der Gehalt an Histamin und die Aktivität der DAO gemessen. Nach zwei Wochen histaminfreier - mindestens histaminarmer - Ernährung, wird die Bestimmung wiederholt. Liegt eine Histamin-Intoleranz vor ändern sich die gemessenen Werte charakteristisch, gleichzeitig sollten die Beschwerden bessern. Die Blutuntersuchungen sind derzeit noch nicht in allen Labors möglich.

Gleichzeitig sollte auch das Vorliegen einer Nahrungsmittelallergie ausgeschlossen oder bestätigt werden. Bei typischen Nahrungsmittelallergien treten die Beschwerden sofort, meist schon beim oder kurz nach dem Essen auf. Bei der Histaminintoleranz bekommt der Betroffene die Beschwerden erst einige Zeit nach dem Essen und auch nur dann, wenn eine gewisse Menge Histamin aufgenommen wurde.

Wie behandelt man die Histamin-Intoleranz? Durch eine möglichst histaminfreie Ernährung. Innerhalb von zwei Wochen kommt es zu einer deutlichen Besserung oder zu einem Schwinden der Beschwerden. Wenn sich nach vier Wochen nichts getan haben sollte, sollte man an der Diagnose zweifeln.

Mittlerweile kann man DAO auch als Medikament zuführen, was bei einer geplanten Feier mit Rotwein und Käse durchaus sinnvoll sein könnte. Eine Alternative kann es auch mal sein, vor außergewöhnlichen und schlecht vermeidbaren Belastungen mit Histamin - zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch im beruflichen Zusammenhang - ein Medikament gegen Allergien einzunehmen. Solche Allergie-Medikamente (Antihistaminika) schwächen die Wirkung des Histamins oder heben sie auf.

Die gute Botschaft für alle von einer Histaminintoleranz Betroffenen:

Bei einer konsequenten Therapie kann sich das Enzymsystem mit der Zeit vollständig erholen, so dass die Erkrankung letztlich ausheilt. Die ehemals Betroffenen vertragen dann übliche Mengen Histamin wieder ohne Beschwerden zu bekommen. "Histamin-Exzesse" sollten aber sicherheitshalber nach wie vor gemieden werden.

(Nach einem Artikel der Deutschen Medizinischen Wochenschrift; DMW (Dtsch Med Wochenschr 2007; 132: 2057-2058).





Zecken

28. Mai 2008
Zecken sind Überträger der gefährlichen Frühsommermeningoencephalitis(FSME). Erstmal ist die Zahl der Erkrankungen in Deutschland laut dem Robert Koch Institut (RKI) zurückgegangen: von 547 im Jahr 2006 auf 237 im Jaht 2007. Aber nicht etwa ein Rückgang der Zecken, sondern der verregnete Sommer 2007 und die Tatsache, dass die Menschen sich dadurch weniger im Freien aufgehalten haben, sowie die die verbesserten Durchimpfungsraten sind die Hauptgründe für diese positive Bilanz. wer noch nicht gegen FSME geimpft ist, hat also keinen Grund , sich entspannt zurückzulehnen. Im folgenden möchten wir hier einige wichtige Fragen beantworten.
Insgesamt sind Zecken in Mitteleuropa aufgrund des Klimawandels auf dem Vormarsch. In den folgenden Jahren ist eher mit einer Zunahme und Vergrößerung der FSME-Risikogebiete zu rechnen. Bei den milden Temperaturender vergangenen Herbst- und Wintermonate fühlen sich die kleinen Spinnentiere besonders wohl. Sie werden ab Temperaturen ab 7°Celsius aktiv. Dann (und im Sommer sowieso) lauern sie auf Gräsern, Büschen und in Sträuchern bis 1,50 Meter Höhe, lassen sich vorübergehend abstreifen, stechen zu und saugen das Blut ihrer meist ahnungslosen Opfer. Dazu suchen sie sich bevorzugt gut durchblutete Hautstellen, wie Kopf, Ohren, Hals, Achselhöhlen, Kniekehlen, Leistengegend und Zehenzwischenräume aus.
Während dieser Blutmahlzeit können Zecken außer FSME auch eine weiter gefährliche Krankheit übertragen: Die Borreliose (Jede zweite Zecke im Rheinland ist mit Borrelien durchseucht).
Panik ist jetzt im Wald nicht geboten, denn nicht jede Zecke ist mit Viren (FSME) oder Bakterien (Borrelien) infiziert. Dennoch sind zum Schutz einige Vorsichtsmaßnahmen für den Fall ratsam, dass man doch einmal von einer Überträgerin gestochen wird.

Schutz: Bei einem Aufenthalt im Freien oder einer Wanderung durch den Wald sollte man lange Hosen und langärmelige T-Shirts tragen, um den Zecken möglichst keine Angriffsfläche auf der Haut zu bieten. Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollten sie sich selbst und die Kinder sorgfältig nach Zecken absuchen. Aber Achtung solange sie sich nicht vollgesaugt haben, sind sie relativ klein und schwer zu erkennen.

FSME: Das krankmachende Virus befindet sich im Speichel der Zecke und gelangt deshalb beim Stich unmittelbar ins Blut. Etwa 14 Tage nach dem Zeckenstich treten grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schnupfen auf. Bei jedem dritten kommt es nach einer kurzen Ruhepause zu einem zweiten schweren Krankheitsschub: mit hohem Fieber, Nackensteifigkeit und Erbrechen - bis hin zur Entzündung der Hirnhaut und des Rückenmarks. Ein Teil der Patienten erleidet dauerhafte Schäden wie Lähmungen und Koordinationsstörungen und etwa ein bis zwei Prozent der Betroffenen sterben sogar. Wichtig zu wissen: Mit dem Alter nimmt die Schwere der Erkrankung zu. Die Sterberate bei den über 50 - Jährigen ist 15-fach höher als bei den Jüngeren. Die Hälfte der schwer Erkrankten wird nicht wieder gesund.

Borreliose: Borreliose äußert sich ähnlich wie FSME - in grippeähnlichen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. Wird sie rechtzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika gut behandelt werden. Eine vorbeugende Impfung gibt es leider nicht. Auslöser der Borreliose sind Bakterien, die sich im Darm der Infizierten Zecke befinden. Diese Bakterien gelangen erst nach 12-24 Stunden des Blutsaugens über die Einstichstelle in den Körper. Ein frühes Entfernen der Zecke kann eine Infektion oft noch verhinden. Deshalb ist es wichtig die Haut nach einem Aufenthalt in der Natur sorgfältig nach Zecken abzusuchen und festgesaugte Exemplare sofort zu entfernen.

Zeckenentfernung: Dies geschieht am besten mit einer Zeckenzange oder wenn nicht vorhanden mit einer Pinzette. Diese wird dicht an der Haut angesetzt und die Zecke wird dann unter leichtem Zug nach oben gehalten. Spätestens nach ca. 1 min. löst sich die Zecke aus der Haut. Auf keinen Fall darf die Zecke vorher mit ÖL oder Klebstoff betäubt oder gequetscht werden. Solche "Hausmittel" führen beim Todeskampf der Zecke zu einer vermehrten Ausschüttung der Bakterien. Wenn sie an der Einstichstelle eine meist schmerzlose Rötung entdecken, die Tage oder Wochen nach dem Stich auftreten kann und dann nach außen wandert (Wanderröte), ist dies ein zuverlässiges Anzeichen für eine Borreliose Infektion und unbedingt ein Grund, sofort den Arzt aufzusuchen.

Links:www.rki.de




Darmkrebs wächst im Verborgenen

16. August 2007
Weltweit stellt das Dickdarmkarzinom die dritthäufigste Krebsart dar, und nach Lungenkrebs ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Insbesondere ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken und zu sterben, erheblich. Darmkrebs wächst im Verborgenen und sehr langsam. Der oder die Erkrankte spürt ihn lange Zeit nicht. Die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken liegt derzeit bei sechs Prozent. Unbehandelt führt Darmkrebs in den allermeisten Fällen innerhalb von 12 Monaten zum Tod.
Darmkrebs entsteht meist aus zunächst gutartigen Vorstufen, also Wucherungen der Darmschleimhaut oder Polypen. Sie brauchen oft Jahre, bis sie sich zu einem ausgewachsenen Krebs entwickeln. Ein im Alter von 60 bis 65 Jahren entdeckter Dickdarmkrebs hätte oft schon im Alter von 50 oder 55 Jahren verhindert werden können, wenn man eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung durchgeführt hätte. Wir müssen daher lernen, über Darmerkrankungen zu reden und die Angst vor den Untersuchungen abzulegen.
Erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, sind plötzliche Änderungen bei der Art der Stuhlentleerung. Später kommt es dann zu Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust sowie zu einem Leistungsknick und Blutarmut. Wenn also Beschwerden oder Schmerzen auftreten, ist der Krebs oft schon sehr groß, beziehungsweise hat Metastasen gebildet. Leider wird die Früherkennungsuntersuchung nur wenig in Anspruch genommen: 34 Prozent der Frauen und 17 Prozent der Männer nehmen diese wahr. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung die Sterblichkeitsrate des Dickdarmkrebses um 50 bis 90 Prozent senkt.
Der Hämocculttest (Häm = Blut, occult = verborgen) oder auch der bessere Hämofectest ist ein Labortest, mit dem sich bereits geringe Mengen Blut im Stuhl nachweisen lassen. Er ist zu Hause durchführbar. Dazu gibt der Arzt ein Testbriefchen mit. Ist das Ergebnis positiv, wurde also Blut gefunden, muss das nicht gleich Krebs bedeuten. Oft haben Blutungen andere Ursachen, zum Beispiel Polypen oder Darmentzündungen. Nur eine Darmspiegelung kann Sicherheit über die Ursachen eines Positiven Hämocculttestes bringen. Mit den zur Verfügung stehenden Geräten in geübten Händen ist sie eine gut tolerierte Untersuchung. Der Patient kann ein leichtes Beruhigungsmittel gespritzt bekommen, gelegentlich wird auch eine Kurznarkose verabreicht, sodass der Patient von der Untersuchung nichts bemerkt. Mit einem dünnen, flexiblen Schlauch mit Kamera kann der Arzt das Innere des Dickdarmes untersuchen und je nach Befund in gleicher Sitzung Gewebeproben aus auffälligen Arealen entnehmen oder Polypen entfernen.


Jodmangel und Schilddrüsenvergrößerung

01. April 2007
Mindestens einmal jährlich sollte eine Ultraschalluntersuchung
der Schilddrüse durchgeführt werden, gegebenenfalls sind auch Blutuntersuchungen und in seltenen Fällen ein Schilddrüsen-Szintigramm notwendig.




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