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Jodmangel und Schilddrüsenvergrößerung

Ursache des Jodmangels

Die Ursache für den Jodmangel in Deutschland liegt weit zurück. Vor etwa 20.000 Jahren schmolzen am Ende der Eiszeit die Gletscher. Durch die abfließenden Wassermassen wurde das meiste Jod aus dem Boden geschwemmt. Das jodarme Trinkwasser spiegelt den Jodmangel des Bodens wieder. Nahrungsmittel, die auf diesem Boden wachsen, können deshalb viel weniger Jod aus der Erde aufnehmen. Sie sind jodarm. Die Weltmeere hingegen sind jodreich. Deshalb findet man in Küstenregionen auch eine bessere Jodversorgung der Menschen. Die Bundesrepublik Deutschland ist eines der jodärmsten Länder der Erde. Nach neuesten Untersuchungen ist der Jodmangel dabei in der Umgebung von Köln besonders ausgeprägt, zum Teil schlimmer als in Bayern. 20 Prozent der Bevölkerung sind betroffen. In Deutschland tritt bei 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung einer Vergrößerung der Schilddrüse aufgrund von Jodmangel auftritt. Frauen sind davon fünfmal häufiger betroffen, als Männer. Meistens entwickelt sich ein Struma zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.

Vergrößerte Schilddrüse = Struma = Kropf


Als Kropf oder Struma bezeichnet man eine krankhaft vergrößerte Schilddrüse. Die Aufgabe der Schilddrüse ist es, aus Jod bestimmte Hormone herzustellen. Diese Schilddrüsenhormone regeln sämtliche Stoffwechselvorgänge. Steht Jod nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, kann nicht genügend Schilddrüsenhormon produziert werden. In ihrem Bestreben, sich an diese Situation anzupassen, vergrößert sich die Schilddrüse. Der immer größer werdende Kropf bildet schließlich Knoten, die in seltenen Fällen auch bösartig werden können.

Die tägliche Jodzufuhr sollte bei mindestens 150 µg bis zu 300 µg liegen. In Deutschland ist das durch die Nahrungsmittel nicht gewährleistet. Daher wird vielfach Jodsalz bei der Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet. Auch beim Kochen zu Hause sollten Sie Jodsalz verwenden.

Genügt die Verwendung von Jodsalz?

Die Verwendung von Jodsalz ist zwar sinnvoll, jedoch kann mit ihr nicht der tägliche Jodbedarf gedeckt werden. Als weitere Jodquelle kommt nur noch Seefisch in Frage. Um den Jodbedarf zu decken, müssen Sie jedoch mindestens zweimal pro Woche Seefisch essen.

Einnahme von Jodtabletten

Zusätzlich als Tabletten verabreichtes Jod kann ohne Risiko eingenommen werden. Es handelt sich im eigentlichen Sinne nicht um eine medikamentöse Therapie, sondern Sie geben Ihrem Körper einen Mineralstoff, den er dringend benötigt.
Ähnlich wie Vitamine ist Jod eine lebenswichtige Substanz. Durch eine regelmäßige Jodeinnahme wird das Risiko von operationsbedürftigen Knotenbildungen stark vermindert. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist eine Jodeinnahme für die Jodversorgung des Kindes unbedingt notwendig.

Kalte und heiße Knoten können entstehen

In der Schilddrüse können sich außerdem auffällige Gewebebezirke bilden, die als Knoten bezeichnet werden. Knoten entstehen, weil nicht das gesamte Gewebe der Schilddrüse auf die veränderten Wachstumsimpulse gleich reagieren. Manche Zellbezirke wachsen stärker als andere und schließen sich zu Verbänden zusammen. Die sogenannten kalten Knoten sind Zellbezirke, die radioaktive Substanzen nur vermindert speichern. Die heißen Knoten dagegen speichern vermehrt radioaktive Substanzen und heben sich deshalb vom umgebenden Gewebe ab. Das macht sich in einem Szintigramm bemerkbar, bei dem diese Substanzen zur Darstellung des Schilddrüsengewebes gespritzt werden.

Notwendige Kontrolluntersuchung

Mindestens einmal jährlich sollte eine Ultraschalluntersuchung
der Schilddrüse durchgeführt werden, gegebenenfalls sind auch Blutuntersuchungen und in seltenen Fällen ein Schilddrüsen-Szintigramm notwendig.

Melden sie sich gleich zu einer Schilddrüsenuntersuchung an!


Kontakt
Gemeinschaftspraxis Zollstockarkaden

Hausärztlich und fachärztliche internistische Praxis
Sportmedizin

Vorgebirgstraße 114
50969 Köln

(0221) 36 20 21


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